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Metamorphose

Mein Körper scheint den Prozess der Veränderung begeistert aufzunehmen. Nach so kurzer Zeit hätte ich nicht mit so einer krassen Veränderung gerechnet. Es zeichnet sich wieder eine Ahnung einer ehemaligen Taille ab. Ich habe bereits 8 kg abgenommen und eine Kleidergröße weniger. Am wirksamsten sind meine Suggestionen in Eigenhypnose. Mir fehlt nichts. Ich nehme drei Mahlzeiten ein, esse und vermisse keine Süßigkeiten. Ich habe keine Fressatacken, die normalerweise in Schamgefühlen und Versagengsängsten enden. Fühle mich standhaft und in der Lage, möglichen Versuchungen jederzeit zu widerstehen. Ich trinke viel, esse bewusst, habe meine Ernährung umgestellt auf weniger Kohlenhydrate, viel Gemüse, Obst und Fleisch. Ich esse ausschließlich Bio Fleisch. Es ist lecker und gibt meinem Körper das, was er braucht.

 

Ich esse

Wenn ich jetzt eine unbändige Lust auf eine Packung Toffifee hätte, würde ich jeden einzelnen Toffee mit Messer und Gabel essen. Nur, um mir meiner Handlung bewusster zu werden und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen. („Es isst mich nicht – ich esse“ aus „der Selbstentwickler“). Wenn ich die Verantwortung für mein Handeln übernehme, habe ich auch keine Schuldgefühle. Eine Erkenntnis, die ich erst in den letzten Tagen verinnerlicht habe. Das „Erwachsenen – ich“ kennt keine Schuldgefühle, weil es mögliche Fehlentscheidungen nicht mit einem Scheitern verknüpft. Es betrachtet Fehler als notwendig, um sich weiterentwickeln zu können. Also quasi als Geburtshilfe. Es gibt in diesem „Erwachsenen Ich“ kein richtig oder falsch, keine Bewertung, sondern nur die Chance für Wachstum und Entwicklung.

 

Intuition

„Den Fehler hätte ich mir sparen können“. Nein - Fehler machen wir, weil es erforderlich für unsere Entwicklung ist. Ich erinnere mich noch an eine meiner ersten Klientinnen während meiner Coaching Ausbildung. Sie kam zu mir in einem schlechten Zustand. Sie klagte über Kopfschmerzen und schien sehr unter Druck zu stehen. Ihr Wunsch war, an einem bestimmten Thema arbeiten zu wollen. Dieser Konflikt bereitete ihr offensichtlich Stress. Mein Gefühl war: Stärke sie. Arbeite mit ihren Ressourcen. Bau sie auf. Ändere den Plan. Bring sie in einen stabilen Arbeitszustand und sorge für eine gute Betriebstemperatur. Aber Ich ging über diese Stimme, die klar, laut und deutlich zu mir sprach, hinweg. Ihr Thema war: Trennung. Nach kurzer Zeit hatte sie einen so starken Druck im Kopf, dass wir die Sitzung abbrachen. Wir vereinbarten einen neuen Termin und ich blieb in dem Bewusstsein zurück, die wirklichen Bedürfnisse meiner Klientin nicht berücksichtigt zu haben. Ich hatte erfolgreich alle Stimmen in mir ignoriert. Man nennt sie auch „Intuition“. Jeder hat sie. Man darf diese Stimmen nur nicht abstellen. Sie sind immer da und geben uns alle Informationen, die wir benötigen, um uns und anderen Menschen authentisch begegnen zu können. Ich hatte einen Fehler gemacht.

 

Einen Schuldigen bitte - sofort!

Wenn ich nun an dieser Stelle meinen destruktiven Gedanken Raum gebe, … bin ich – zack – bei der Schuldfrage. Wer war schuld? Die Klientin, die schon mit Kopfschmerzen kam? Die hätte doch eigentlich direkt zu Hause bleiben können. Warum kommt sie auch in so einem desolaten Zustand? Oder gebe ich mir die Schuld, weil ich ihr nicht angemessen helfen konnte. Kann ich das überhaupt – ihr helfen? Oder ist doch eigentlich ihr Mann schuld, der sich von ihr trennen wollte? (Mögliche Unterstellung, obwohl ich ihn überhaupt gar nicht kenne)

Schuld verliert sich häufig in Spekulationen. Das kann mitunter sehr skurrile Formen annehmen. Wenn man einen Schuldigen sucht, findet man ihn auch. Also Willkommen in der Schuldfalle. Erfahrungsgemäß landet man bei dieser Form der Abwertung zielgerichtet bei sich selbst. Man ist sich ja schließlich selbst am nächsten. Proportional mit der Schuld wächst meistens auch die Wut und Enttäuschung über sich und andere.

Nelson Mandela sagte einmal , und der wusste, wovon er sprach: “Sich selbst ärgern ist wie Gift trinken und darauf warten, dass andere daran sterben.“

Wenn wir mal so ganz unverbindlich Fehler nicht mehr gleichsetzen mit Niederlagen oder Schuldgefühlen. Sie vielleicht sogar wertschätzen. Dann können wir erkennen, dass Fehler unsere ganz persönlichen Wachstumscoaches sind.

Hochqualifiziertes Personal, das nur dazu dient, Wege aufzuzeigen, wie wir unsere Lebensqualität noch mehr optimieren können. Im privaten und beruflichen Kontext. Einen Fehler zu machen könnte doch bedeuten: Eine Erfahrung zu machen, die mir fehlte. Was könnte mir konkret helfen, diesen Fehler nicht zu wiederholen? Also das Denken sollte nicht in die Richtung Mangel bewegen- „was war falsch“- sondern „was hat gefehlt“. In meinem Fall die entscheidende Information: meiner inneren Stimme zu vertrauen. Wenn dieser Prozess bewusst abläuft, kann ich diese Information so verarbeiten, dass direkt eine Änderung bewirkt werden kann. Mit dieser neuen Information gehe ich gestärkt ins nächste Coaching.

 

Je mehr ich in die Thematik „Wohlfühlgewicht“ eintauche, desto mehr Verknüpfungen fallen mir ein. Ich persönlich habe vor wenigen Wochen selber als Klientin an dem Thema Schuldgefühl eine Hypnosesitzung in Anspruch genommen.  Auf das Thema bin ich erst durch eigene bewusste Auseinandersetzung in dieser Challange gestoßen. Es geht schon lange nicht mehr nur ums Abnehmen. Es ist viel größer und spannender. Ich komme an meinen Kern.

 

Ich hatte eine sehr berührende Sitzung mit einer Frau, nennen wir sie Martina. 

Martina kam zu mir und war ehrlich frustriert darüber, dass sie egal was für eine Diät sie machen würde, nicht abnehmen könne. Sie verknüpfte grundsätzlich mit Essen , etwas Verbotenes zu tun. Unter Hypnose stellte sich heraus, dass sie nicht leben sollte – schon im Mutterleib. Egal wo die Zeitreise als kleines Kind hinging, Martina fühlte sich immer hungrig und nicht genährt. Ihre Mutter bestrafte sie völlig willkürlich und Martina wusste nie, was sie falsch gemacht hatte. Sie fühlte sich immer schuldig. Sie wurde weder auf physischer Ebene noch auf psychischer Ebene genährt. Das war der Grund, warum sie nicht abnehmen konnte. Sie hatte Abnehmen mit der Angst verknüpft, zu verhungern. So sorgte sie immer dafür, dass sie mit dem „Zu viel“ immer auf der sicheren Seite war. Dieser innere Konflikt machte es ihr unmöglich, abzunehmen.

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